Werner Schimpl

geboren in Graz am 1. September 1949

seit 1981 freischaffend

Über 50 Personalausstellungen im In - und Ausland, zahlreiche öffentliche Ankäufe der Stadt Graz und Darmstadt, des Landes Steiermark, des Bundesministeriums und der 30 - jährige Aktionismus im steirischen Kunstbetrieb, sind aus seiner Biografie zu entnehmen.

"EXPERIENCE/EXPERIMENT" ist sein übergeordnetes Thema. Schon zwei Jahrzehnte lang interessierte ihn die Durchdringung mittels Röntgenstrahlen: "Experimentieren in der Kunst ist die Erforschung des Möglichen, um die Vielfalt des Möglichen auf die eigene Absicht zu reduzieren, zur eigenen Erfahrung werden lassen."

"Werner Schimpl thematisiert die Spannung zwischen dem Außen und dem Innen, Licht selbst wird als Metapher der Erkenntnis und Wahrheit zum durchleuchteten Phänomen." (Erwin Fiala)

"Der Impuls, zu sehen, wird zu einem Impuls, durchzusehen. Mit künstlerischen Methoden und Materialien stellt Schimpl den Problemen auf verschiedensten Ebenen nach, soziale Machtmechanismen, politische Kontrollmethoden, klerikale Ratlosigkeit werden sichtbar, ökonomische Denkweisen in eine ästhetische Kategorie verlagert: Mehr - Wert, Mehr - Wissen, Mehr - Lust, Mehr - Sehen." (Peter Weibel)

Gleichsam gewinnt die Lichtkunst als solche immer mehr an Stellenwert. Bei seiner Installation "U - Boot" 2006, unter dem Andreas - Hofer - Platz in Graz, wurde Licht in Form von Taschenlampen aus dem Besitz 174 steirischer Kunstschaffender, Gestaltungselement. Das Lichtprojekt "Sonnenauge" 2010/11 rückt seine Kunstinterventionen, verborgen in zahlreichen weststeirischen Gemeinden und Kirchen, ins sichtbare Zentrum des Kreisverkehrs der Region Sulmtal - Koralm, bei Deutschlandsberg.

Sichtbarkeit/Unsichtbarkeit wird anhand der Iris des Auges als Schnittstelle zwischen Weitblick/Einblick mit Solarmodulen und einer Lichtscheibe dargestellt. 24 Stunden am Tag scheint an diesem Ort die Sonne, 158 - 256 Züge pro tag durchqueren zukünftig direkt darunter in 70 meter Tiefe den Koralmtunnel.