Wolfgang Schaukal

Maler, Grafiker und Volksbildner

geboren in Hranice 1900 | gestorben in Graz 1981

Wolfgang Schaukal wurde vor dem Krieg als Maler und Karrikaturist bekannt, Er stand in seiner Kunst Anton Kolig, einem Freund seines Vaters, und vor allem Herbert Boeckl nahe, bei dem er von 1934 nis Ende 1937 Privatassistent war. In dieser Zeit hielt er sich jedes Jahr mehrere Monate in Paris auf und beteiligte sich 1937 an der großen Schau österreichischer Kunst anlässlich der Pariser Weltausstellung.

Anfang 1938 trat er von seiner Assistentenstelle bei Boeckl zurück, da seine politischen Aktivitäten Boeckl zur Zielscheibe der Angriffe der Nazis gemacht hatten. nachd er Bestzung Österreichs war er im legitimistischen Widerstand in Wien tätig und verfasste grundlegende Texte für den Kampf um ein "Österreich - Bewusstsein", die ebenso scharfe Kritik am NS - System beinhalten, wie seine Karrikaturen von Hitler und Göbing, die unter dem Risiko harter Verfolgung entstanden sind.

1940 zum Heer eingezogen exponierte er sich für Kriegsgefangene, worauf ein "Tatbericht" gegen ihn verfasst wurde. nach dem Krieg machte er den geistigen Wiederaufbau zu seiner Lebensaufgabe. Als Direktor der "Urania für Steiermark" gab er prägende geistige Impulse für das steirische Kulturleben und war ein streitbarer Kämpfer für die internationale Moderne in der Kunst.

Als er 1964 Lehrbeauftragter für künstlerische Gestaltung an der Technischen Hochschule in Graz wurde, begann er wieder zu malen. Erst posthum wurde sein künstlerisches Werk entsprechend gewürdigt.