Franz Rogler

Maler und Plastiker

geboren in Graz 1921 | gestorben in Graz 1994

Franz Rogler, der sich bereits ans Studierender an der Grazer Kunstgewerbeschule gegen die Zwänge des autoritären Ständestaates und des NS - Systems aufgelehnt hatte, wurde als Neunzehnjähriger in den Krieg geschickt. Seine Feldpostbriefe zeigen eine gegnerische Haltung und sind mit Illustrationen versehen, deren Modernität erstaunlich ist.

1942 wurde er mit Hans Fronius in Russland als Zeichner eingesetzt, als er ein jahr später diese Bilder ausstellte, wurde er wegen Darstellung der Schattenseiten des Krieges angegriffen. 1944 nach Oberitalien versetzt, befreite er italienische Geiseln und flüchtete zu Kriegsende in die Schweiz, wo er interniert wurde. Nach seiner Entlassung aus dem Lager studierte er 1945/46 beimKonstruktivisten Walter Bodmer in basel und lernte in der avantgardistischen "Gruppe 33" Max Ernst und hans Arp kennen.

Als err 1946 nach Graz zurückkehrte, brachte er Bilder in surrealem Stil mit, die in der Steiermark einzigartig und richtungsweisend waren, aber bei Ausstellungen wenig Verständnis fanden.

1948 bis 1950 studierte er bei Gütersloh an der Wiener Akademie und war u. a. Mitarbeiter der "Surrealistischen Publikationen" Max Hölzers, einer der wichtigsten Manifestationen der internationalen Moderne in Österreich. 1951 wurde er Vizepräsident der Sezession Graz, 1960 bis 1981 leitete er die Meisterklasse für Malerei an der Ortweinschule in Graz.