Walter Ritter

Bildhauer und Grafiker

geboren in Graz 1904 | gestorben in Linz 1986

Der Bildhauer Walter Ritter studierte an der kunstgewerbeschule in Graz und an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Er wurde Mitglied der Sezession Graz, als diese - u.a. wegen der Teilnahme seiner Freunde Herbert Eichholzer und Axl Leskoschek am Aufstand im Februar 1934 - von der Auflösung bedroht war.

Als Gründungsmitglied des Kulturvereins "Grazer Stadtclub", der von den Nationalsozialisten besonders verfolgt wurde, flüchtete er nach der Besetzung Österreichs im jahr 1938 aus dem anschlussbegeisterten Graz zu einer Freundin (Gudrun Baudisch) nach Berlin. Obwohl sein Auftrag auf die Aufnahme in die Reichskulturkammer von der Kreisleitung der NSDAP Graz - Stadt abgeleht wurde, da er "der kulturbolschewistischen Richtung angehörte", wurde er im Herbst 1939 in Berlin aufgenommen. Er kehrte im selben Jahr nach Graz zurück und nahm ab März 1940 an den Treffen mit Herbert Eichholzer teil, der aus dem Exil in der Türkei zurückgekehrt war, um den kommunistischen Widerstand zu koordinieren. Doch bereits im Mai 1940 wurde er zwangsrekrutiert und kehrte erst 1946 aus der Kriegsgefangenschaft zurück.

Ab 1948 war er als Professor für Bildhauerei an der Kunstschule in linz tätig. 1953 beteiligte er sich an der Biennale in Sao paulo, 1956 wurde er Präsident der Kunstvereinigung "März".