Ernst Paar

Maler und Grafiker

geboren in Graz 1906 | gestorben in Wien 1986

Ernst Paar studierte als Werkstudent in Stuttgart und zwei Jahre an der Académie Julian in Paris. 1933 zog er nach Wien und arbeitete in seinem Brotberuf als Grafiker. Gleichzeitig machte er sich als Mitglied der Sezession Graz und des Hagenbundes in Wien mit kubistischen und neusachlichen Bildern einen Namen.

Nach dem Aufstand des sozialdemokratischen Schutzbundes im Februar 1934 verkehrte er im Widerständigen Kreis um den steirischen Architekten Franz Schacherl in Wien. Er war Mitglied der Hügekommission im Hagenbund und versuchte vergeblich, eine Ausstellung der Sezession Graz im Hagenbund zu organisieren.

Während der NS - Diktatur wurde er als Gebrauchsgrafiker dienstverpflichtet. Trotzdem arbeitet er weiterhin auch als freischaffender Künstler und leistete kulturellen Widerstand durch die Fortsetzung seiner modernen Malweise. Er konnte nur einmal (1942) ausstellen, doch diese Ausstellung wurde von den machthabern wegen stilistischer Abweichungen in Richtung "entarteter Kunst" vorzeitig geschlossen.

1943 musste er zur Wehrmacht einrücken. Im "kalten Krieg" (1948) wurde er als Assistent der Akademie für angewandte Kunst in Wien entlassen, da er eine regierungskritische Karikatur evröffentliche hatte. 1951 war er Vizepräsident der Künstlergruppe "Der Kreis", dem neben dem ART - CLUB wichtigsten international orientierten Kunstervein in Wien.