Margret Bilger

Grafikerin und Glasmalerin

geboren in Graz 1904 | gestorben in Schärding 1971

Margret Bilger studierte an der Kunstgewerbeschule in Stuttgart und in Wien bei Prof. Löffler. Sie wurde durch die Grafiken bekannt, arbeitete aber auch als Verkäuferin für die Wiener Werstätten und später als Erzieherin.

In der NS - Zeit zog sie sich aufs Land zurück, übersiedelte von Wien in einen kleinen Ort in Oberösterreich. Alfred Kubin wurde ihr Mentor, es entwickelte sich während des Krieges eine intensive geistige Beziehung. Von Kubin bestärkt entstanden Arbeiten aus dem Themenkreis von Märchen, Sagen und der Bibel, die doppelbändige "Botschaften" enthielten, wleche der NS - Ideologie grundsetzlich zuwieder waren.

In einer extremen Männerwelt verteidigte sie in ihrer Kunst selbstbewusst weibliche Positionen und übte indirekt Kritik am Regime aus christlich - humanistischer Sicht. Deshalb entstand zwischen 1938 und 1945 ein Werk, dessen zeitkritische Dimension im Bereich einer "verdeckten Malweise" angesiedelt ist - analog zur "verdeckten Schreibweise" der literarischen, inneren Emigration.

Nach dem Krieg gilt die als eine der bedeutendsten Grafikerinnen Österreichs und nahm an den Bienennalen in Venedig und Sao paulo und an der Weltausstellung in Tokio teil.