Herbert Eichholzer

Architekt

geboren in Graz 1903 | gestorben in Wien 1943

Herbert Eichholzer studierte in Graz Architektur. Von Le Corbusier beeinflusst, in dessen Atelier er 1928/29 als Volontè arbeitete, schuf er in Graz un der Obersteiermark in den 30er Jahren eine Teihe von bauten, die ihm den Ruf einbrachten, einer der wenigen konsequenten Vertreter des "International en Stils" in der österreichischen Architektur zu sein. Als Vizepräsident der Sezession Graz war er zudem federführend bei den kollektiven künstlerischen Projekten der Sezession beteiligt.

Unmittelbar vor dem "Anschluss" 1938 gehörte er auch zu den führenden Mitarbeitern der Avantgardekulturzeischrift "PLAN". 

Der Sozialdemokrat Eichholzer kämpfte im Februar 1934 auf den Seiten des Republikanischen Schutzbundes, wurde verhaftet und schloss sich in der Folge der KPÖ an. Im Jahr 1938 war er innerhalb der Sozialen Arbeitsgemeinschaft (SAG) gegen den drohenden Nationazozialismus aktiv.

Am 12. März 1938 musste er deshalb gemeinsam mit dem Leiter der SAG, Franz Nemschak, und dem maler Axel Leskoschek, fliehen. Eichholzer ging nach Paris, ehe er im Herbst 1938 dem Ruf Clemens Holzmeisters nach Ankara Folge leistete, der mit Regierungsbauten für die türkische Regierung beauftragt war. Aus dem türkischen Exil kehrte Eichholzer 1940 nach Graz zurück, um im kommunistischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv zu werden.

Durch einen Spitzel verraten wurde er im Februar 1941 verhaftet, vor dem Volksgericht angeklagt und am 9. September 1942 zum Tode verurteilt. Am 7. Jänner 1943 wurde er in Wien hingerichtet.